Glossar

Ad-hoc Mitteilungen sind Unternehmensmeldungen einer Aktiengesellschaft, die den Kursverlauf beeinflussen können. Die Gesellschaft ist verpflichtet, die Öffentlichkeit über Veränderungen in Kenntnis zu setzen.
= Abkürzung für Aktiengesetz: Das Aktiengesetz definiert die Rechtsstellung der Aktiengesellschaft und enthält alle wesentlichen Bestimmungen über die Gestaltung einer Aktiengesellschaft, die Entscheidungsorgane, die Kontrollgremien usw.
Die Aktienanalyse beschreibt die Untersuchung und die daraus resultierende Prognose einer Aktie bezogen auf Kurs- und Renditeentwicklung.
Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine Gesellschaftsform, deren Grundkapital (Eigenkapital) von den Aktionären durch Erwerb von Aktien aufgebracht wird und deren Rechtsgrundlage im Aktiengesetz definiert wird.
Das Aktiengesetz definiert die Rechtsstellung der Aktiengesellschaft und enthält alle wesentlichen Bestimmungen über die Gestaltung einer Aktiengesellschaft, die Entscheidungsorgane, die Kontrollgremien usw.
Der Aktienindex ist die Kennzahl, die die Kursentwicklung eines Aktienmarktes oder eines bestimmten Teilmarktes (Branchen o. Ä.) repräsentativ widerspiegeln soll.
Das Aktienkapital ist das Grundkapital einer Aktiengesellschaft (auch: Nenn- oder Nominalkapital). Für einen Aktionär definiert sich das Aktienkapital aus dem Verhältnis des Nennbetrags seiner Aktien zu diesem Kapital.
Aktionär beschreibt den Inhaber von Aktien einer Aktiengesellschaft. Es ist somit Miteigentümer mit allen Rechten und Pflichten, die im Aktiengesetz definiert sind.
Der Amtliche Markt gehört zu den von der EU regulierten Marktsegmenten an den deutschen Börsen.
Ein Analyst ist ein Experte für Finanzmärkte. Er beschäftigt sich mit der Analyse von Wertpapieren, dabei erarbeitet er mit Hilfe der Fundamentalanalyse oder der technischen Wertpapieranalyse die gegenwärtige und zukünftige Situation einer Aktiengesellschaft und versucht, die mögliche Kursentwicklung herzuleiten.
Bei einer Ausschüttung werden Erträge an den Anleger als so genannte Dividenden weitergegeben.
Eine Börse ist ein organisierter Markt für Wertpapiere, Devisen, bestimmte Waren oder ihre Derivate. Dieser wird aufsichtsrechtlich durch so genannte Handelüberwachungsstellen kontrolliert. Makler setzen während der Handelszeiten Kurse (Preise) fest, die sich aus den bei ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsanträgen (Orders) ergeben.
Das Börsengesetz (BörsG) ist ein Gesetz zur Regelung des geschäftlichen Verkehrs an der Börse. Das Börsengesetz gilt nur für die Börsen, die als nicht-rechtsfähige, öffentlich-rechtliche Anstalten eingerichtet wurden, unabhängig, ob es sich bei den Börsen um Wertpapierbörsen oder um Warenbörsen handelt.
Börsenkapitalisierung (Marktkapitalisierung) beschreibt den Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Die Börsenkapitalisierung berechnet sich aus der Anzahl der Aktien eines Unternehmens multipliziert mit dem aktuellen Aktienkurs. Eine hohe Marktkapitalisierung ist Ziel bzw. Ergebnis einer wertorientierten Unternehmensführung.
Als Notierung/Börsennotierung bezeichnet man die Festsetzung des amtlichen Börsenkurses durch den Vorstand der Börse oder den Kursmakler.
Der Börsenprospekt wird von dem Unternehmen vor der Zulassung an einer Börse zum Amtlichen Handel veröffentlicht. In ihm wird die Öffentlichkeit über die Geschäftsfelder, die Unternehmensentwicklung, die Vorstände und die Mitglieder des Aufsichtsrats informiert. Zudem muss es die letzte Bilanz der Aktiengesellschaft darstellen. Der Prospekt beinhaltet zusätzlich die Veröffentlichung einer Emission in Börsenpflichtblättern und ggf. überregionalen Zeitungen.
= Abkürzung für Börsengesetz: Das Börsengesetz (BörsG) ist ein Gesetz zur Regelung des geschäftlichen Verkehrs an der Börse. Das Börsengesetz gilt nur für die Börsen, die als nicht-rechtsfähige, öffentlich-rechtliche Anstalten eingerichtet wurden, unabhängig, ob es sich bei den Börsen um Wertpapierbörsen oder um Warenbörsen handelt.
Der Cashflow stellt den Zahlungsmittelüberfluss aus der unternehmerischen Tätigkeit dar. Er errechnet sich aus der Kapitalflussrechnung indem zum Jahresüberschuss alle nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen addiert und alle nicht einzahlungswirksamen Erträge abgezogen werden.
Ein Chart wird im Allgemeinen zur Darstellung von Daten oder Informationen verwendet. Im Finanzsektor werden Kurskurven einer Aktie - meistens in logarithmischer Darstellung - über einen bestimmten Zeitraum, häufig durch Charts dargestellt. Der logarithmische Maßstab macht die prozentualen Kursveränderungen auch bei Aktien vergleichbar, die ein unterschiedliches Kursniveau aufzuweisen haben. Charttechniker versuchen, anhand des Kursverlaufs auf den zukünftigen Trend der Aktie zu schließen.
= Abkürzung für Deutscher Aktienindex: Der DAX ist der Performance-Index der 30 wichtigsten deutschen Aktienwerte. In ihm werden sowohl die Performance des Unternehmens als auch die Dividenden und Veränderungen des Grundkapitals berücksichtigt. Er wird allein auf der Grundlage der Kurse des elektronischen Handelssystems XETRA berechnet und ist ein Realtime-Index.
Der DAX ist der Performance-Index der 30 wichtigsten deutschen Aktienwerte. In ihm werden sowohl die Performance des Unternehmens als auch die Dividenden und Veränderungen des Grundkapitals berücksichtigt. Er wird allein auf der Grundlage der Kurse des elektronischen Handelssystems XETRA berechnet und ist ein Realtime-Index.
Der Dow Jones Industrial Average Index ist der bedeutendste Aktienindex der westlichen Welt, in dem die Kursentwicklung der 30 wichtigsten amerikanischen Börsenwerte einfließt.
Unter Due Diligence (erforderliche Sorgfalt) versteht man die Untersuchung und Bewertung eines Unternehmens durch externe Fachleute. Man kann dabei zwischen allgemeiner, wirtschaftlicher, finanzieller, rechtlicher, steuerlicher und umweltrechtlicher Due Diligence unterscheiden. In die Prüfung fließt neben der aktuellen geschäftlichen und finanziellen Situation auch eine Risikobeurteilung mit ein.
Earnings Before Interest and Taxes ist die englische Bezeichnung für "Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern".
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization steht für "Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte".
Earnings per share (EPS) ist die englische Bezeichnung für Gewinn pro Aktie und beschreibt eine Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens. Für die Ermittlung dieser Kennzahl wird der Gewinn des Unternehmens (im untersuchten Zeitraum) durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert.
= Abkürzung für Earnings Before Interest and Taxes: Earnings Before Interest and Taxes ist die englische Bezeichnung für "Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern".
= Abkürzung für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization: EBITDA steht für "Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte".
Unter Eigenkapital versteht man jene Mittel, die einem Unternehmen entweder zur Verfügung gestellt oder im Unternehmen erwirtschaftet und belassen wurden.
Diese Kennziffer gibt die Ertragslage des Unternehmens wieder. Die Kennziffer stellt das Ergebnis (Jahresüberschuss) im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital dar.
= Definition Kassakurs: Als Kassakurs bezeichnet man den Kurs von Wertpapieren, deren Kurs nur einmal pro Börsentag festgelegt wird. Zum Einheitskurs werden im amtlichen Verkehr alle Börsenaufträge abgewickelt, die nicht im variablen Handel abgerechnet werden.
Als Emission bezeichnet man die Ausgabe neuer Wertpapiere (Aktien, Anleihen usw.), die in der Bundesrepublik im Wesentlichen unter Einschaltung der Kreditinstitute erfolgt, welche sich zu diesem Zweck mit anderen Instituten zu einem Konsortium zusammenschließen.
Kreditinstitut, das die ausgegebenen Wertpapiere oder einen Teil davon an interessierte Anleger vermittelt.
Ein Emissionskonsortium ist eine (vorübergehende) Vereinigung, insbesondere von Banken (Konsortialbanken), um unter Verteilung des Risikos größere Finanzierungsaufgaben zu lösen. Heute werden diese Zusammenschlüsse hauptsächlich zur Platzierung von Wertpapieren gebildet.
Als Emissionskurs wird der Kurs bezeichnet, zu dem ein neu ausgegebenes Wertpapier zur Zeichnung angeboten wird.
Ein Emissionsprospekt ist ein Bericht des Herausgebers von neuen Wertpapieren. Dieser beschreibt zum einen die wirtschaftlichen als auch die rechtlichen Verhältnisse des Emittenten zum anderen die geplante Emission. Dadurch soll dem Anleger ermöglicht werden, sich über die mit dem Wertpapier verbundenen Rechte sowie die Vermögens- und Ertragslage und Zukunftsaussichten des Emittenten zu informieren.
Gesellschaft oder Körperschaft, die zum Zweck der Kapitalbeschaffung Wertpapiere ausgibt ("begibt"), z.B. Bund, Länder, Kreditinstitute, Industrieunternehmen etc.
= Abkürzung für Earnings per share: Earnings per share (EPS) ist die englische Bezeichnung für Gewinn pro Aktie und beschreibt eine Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens. Für die Ermittlung dieser Kennzahl wird der Gewinn des Unternehmens (im untersuchten Zeitraum) durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Equity Story ist die zusammenfassende Darstellung einer Aktiengesellschaft hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken (auch anlässlich eines Börsengangs).
= englischer Begriff für Streubesitz: Unter dem Streubesitz (freefloat) versteht man jene Aktien eines Unternehmens, die am Markt gehandelt werden und nicht im Besitz institutioneller Anleger sind.
Der Freiverkehr, seit 2005 auch als Open Market definiert, bezeichnet im weiteren Sinn den außerbörslichen Wertpapierhandel, im engeren Sinn das Börsensegment für den Handel mit Wertpapieren, die nicht zum amtlichen oder geregelten Markt zugelassen sind (v. a. Aktien kleinerer Unternehmen, Zertifikate, Optionsscheine und die meisten Auslandswerte).
Das Fremdkapital stellt den Teil der Mittel auf der Passivseite der Bilanz dar, der nicht vom Unternehmen oder dessen Inhabern zur Verfügung gestellt wurde. Dazu zählen unter anderem Darlehen von Banken, Hypotheken und Obligationen.
= Abkürzung für Generally Accepted Accounting Principles: Definiert ein englisches, allgemein anerkanntes Rechnungslegungsprinzip (USA). Die unabhängige Organisation FASB (Financial Accounting Standards Board) entwickelt seit 1973 US-amerikanische Standards für die Bilanzierung, Bewertung und Offenlegung.
Geldmarkt ist die Bezeichnung für den Markt für kurzfristige Kredite. Im engeren Sinne wird mit Geldmarkt der Markt für Notenbankgeld und Geldmarktpapiere bezeichnet. Die Hauptakteure auf dem Geldmarkt sind Kreditinstitute.
Definiert ein englisches, allgemein anerkanntes Rechnungslegungsprinzip (USA). Die unabhängige Organisation FASB (Financial Accounting Standards Board) entwickelt seit 1973 US-amerikanische Standards für die Bilanzierung, Bewertung und Offenlegung.
Der Geregelte Markt definiert den Börsenhandel mit nichtamtlicher Notierung. Als zusätzliches Marktsegment, neben der amtlichen Börsennotierung als Teil der offiziellen Börse, gelten für ihn vereinfachte Zulassungsvoraussetzungen. Dies eröffnet vor allem den Unternehmen den Zugang zur Börse, die die Anforderungen des Amtlichen Markts nicht erfüllen können.
Bei der Gesamtkapitalrentabilität werden Fremdkapitalkosten und Gewinn in Beziehung zum gesamten Kapital gesetzt. Es gibt Aufschluss darüber, wie sich das gesamte eingesetzte Kapital, bestehend aus Eigen- und Fremdkapital, durch die Geschäftstätigkeit des Unternehmens verzinst.
Der Gewinn pro Aktie entspricht dem Unternehmensgewinn geteilt durch die Zahl der Aktien. Aus dem Gewinn pro Aktie errechnet sich das bei der fundamentalen Aktienanalyse wichtige Kurs-Gewinn-Verhältnis. Es dient dem Anleger als Maßstab für die Profitabilität einer Firma.
Unter gezeichnetem Kapital versteht man das Grundkapital (Nennwert aller ausgegebenen Aktien) einer Aktiengesellschaft. Hierbei ist die Haftung der Gesellschaft für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber den Gläubigern auf diesen Betrag beschränkt (§ 272 Abs. 1 Satz 1 HGB).
Mit „Going Public“ bezeichnet man das erstmalige Aktienangebot einer AG für das breite Publikum an der Börse.
Der "grüne Schuh" ist die Option einer Konsortial-Bank, im Rahmen einer Neuemission zusätzliche Papiere des von ihr betreuten Unternehmens auszugeben. Die Aktien stellen die Alteigentümer aus ihrem eigenen Aktienbesitz zur Verfügung.
Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft ist die Summe der Nennwerte aus Stamm- und Vorzugsaktien.
Das Handelsgesetzbuch (HGB) ist das wesentliche Gesetz, in dem unter anderen die Vorschriften für Personen- und Kapitalgesellschaften geregelt werden.
Die Hauptversammlung ist als höchstes Organ einer Aktiengesellschaft im Gesellschaftsrecht vorgesehen. Berechtigte Teilnehmer der Hauptversammlung sind alle Aktionäre eines Unternehmens. Auf dieser werden grundsätzliche Entscheidungen für das Unternehmen gefällt, beispielsweise die Wahl der Mitglieder im Aufsichtsrat, Änderungen der Statuten sowie die Ausschüttung von Gewinnen in Form einer Dividende. Wichtiger Punkt auf der Tagesordnung ist die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands.
= Abkürzung für Handelsgesetzbuch: Das Handelsgesetzbuch (HGB) ist das wesentliche Gesetz, in dem unter anderen die Vorschriften für Personen- und Kapitalgesellschaften geregelt werden.
= Abkürzung für International Accounting Standards: Es handelt sich hierbei um ein Regelwerk zur Rechnungslegung, das vom International Accounting Standards Board (IASB), einer unabhängigen juristischen Person, erstellt wird. Ziel ist es, einen kohärenten und qualitativ hochwertigen Satz an globalen Standards der Rechnungslegung zu entwickeln, um transparente und vergleichbare Informationen in den Finanzberichten zu erreichen.
Als Initial Public Offering (IPO) wird das erstmalige öffentliche Angebot von Aktien an interessierte Anleger bezeichnet.
Als Insider werden die Personen bezeichnet, die aufgrund ihrer Stellung und Funktion im Unternehmen über interne Vorgänge informiert sind, die Einfluss auf Kursbewegungen der Aktien haben können.
Es handelt sich hierbei um ein Regelwerk zur Rechnungslegung, das vom International Accounting Standards Board (IASB), einer unabhängigen juristischen Person, erstellt wird. Ziel ist es, einen kohärenten und qualitativ hochwertigen Satz an globalen Standards der Rechnungslegung zu entwickeln, um transparente und vergleichbare Informationen in den Finanzberichten zu erreichen.
Investor ist die englische Bezeichnung für Kapitalanleger. Er steht als Sammelbegriff für natürliche oder juristische Personen, die finanzielle Mittel für ein Investitionsprojekt (z.B. Neue Fertigungsanlagen) bereitstellen.
Als Investor Relations (IR) bezeichnet man die Pflege der Beziehung einer Unternehmung zu seinen tatsächlichen oder potenziellen Anteilseignern. Dabei umfasst der Begriff alle Maßnahmen, potenzielle Aktionäre langfristig an das Unternehmen zu binden und sie als Investoren zu gewinnen.
= Abkürzung für Initial Public Offering: Als Initial Public Offering (IPO) wird das erstmalige öffentliche Angebot von Aktien an interessierte Anleger bezeichnet.
= Abkürzung für Investor Relations: Als Investor Relations (IR) bezeichnet man die Pflege der Beziehung einer Unternehmung zu seinen tatsächlichen oder potenziellen Anteilseignern. Dabei umfasst der Begriff alle Maßnahmen, potenzielle Aktionäre langfristig an das Unternehmen zu binden und sie als Investoren zu gewinnen.
Der Jahresabschluss schließt die Buchführung eines jeden Geschäftsjahres ab. Er weist das Geschäftsergebnis aus und zeigt die Zusammensetzung des Betriebsvermögens auf.
Kapitalanlagegesellschaften sind Kreditinstitute, deren Geschäftsbetrieb darauf ausgerichtet ist, bei ihnen eingelegte Gelder im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikostreuung (Risiko) gesondert vom eigenen Vermögen anzulegen.
Ist eine Maßnahme zur Finanzierung eines Unternehmens durch Erhöhung des Eigenkapitals. Bei einer Aktiengesellschaft gibt es die Möglichkeiten einer Kapitalerhöhung mittels Ausgabe junger Aktien oder Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln.
Die Kapitalertragsteuer ist eine Erhebungsform der Einkommensteuer und ist als Steuer-Vorauszahlung zu sehen. Die Zinserträge werden im Veranlagungsverfahren dem individuellen Steuersatz des Empfängers unterworfen und die gezahlte Kapitalertragsteuer wird als Vorauszahlung angerechnet.
Der Kapitalmarkt ist ein Finanzmarkt. Er beschreibt die Gesamtheit aller Institutionen, die der Zusammenführung von Angebot an und Nachfrage nach (Finanz-)Kapital (Geldmitteln und Wertpapieren) dienen. Im Gegensatz zum Geldmarkt ist er der Markt für mittel- und langfristige Kredite und Beteiligungskapital. Der Handel erfolgt vor allem über Banken und Wertpapierbörsen.
Als Kassakurs bezeichnet man den Kurs von Wertpapieren, deren Kurs nur einmal pro Börsentag festgelegt wird. Zum Einheitskurs werden im amtlichen Verkehr alle Börsenaufträge abgewickelt, die nicht im variablen Handel abgerechnet werden.
= Abkürzung für Kurs-Cashflow-Verhältnis: Das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) ist eine Kennzahl zur Unternehmensbewertung, die das Verhältnis von Aktienkurs zum Cashflow je Aktie angibt. Je niedriger das Verhältnis ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet.
= Abkürzung für Kurs-Gewinn-Verhältnis: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens. Hierbei wird der Kurs einer einzelnen Aktie in Relation zu ihrem Gewinn (gesamter Jahresgewinn des Unternehmens geteilt durch Anzahl der Aktien) gestellt: Je niedriger das KGV ist, desto preiswürdiger ist die Aktie.
Konsortialgeschäfte sind von mehreren Banken unter Leitung einer Bank (Konsortialführer) durchgeführte Geschäfte. Dieses Geschäft wird per Quotenregelung (Konsortialquote) unter den teilnehmenden Banken aufgeteilt.
Ein Konsortium (= Schicksalsgenossen) ist eine befristete Vereinigung von Banken, Unternehmen oder Kaufleuten zur Führung eines gemeinsamen Geschäftes. Die gegenseitigen Verpflichtungen werden in einem Konsortialvertrag vereinbart. Die Teilnehmer werden Konsorten genannt.
Das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) ist eine Kennzahl zur Unternehmensbewertung, die das Verhältnis von Aktienkurs zum Cashflow je Aktie angibt. Je niedriger das Verhältnis ist, desto günstiger ist die Aktie bewertet.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens. Hierbei wird der Kurs einer einzelnen Aktie in Relation zu ihrem Gewinn (gesamter Jahresgewinn des Unternehmens geteilt durch Anzahl der Aktien) gestellt: Je niedriger das KGV ist, desto preiswürdiger ist die Aktie.
Der Kurswert ist der Wert eines Wertpapiers aufgrund des Börsenkurses. Er ist zu unterscheiden vom Nennwert/Nominalwert eines Wertpapiers.
Der Lagebericht ist bei mittleren, großen und börsennotierten Kapitalgesellschaften bzw. Konzernen Bestandteil des Jahresabschlusses. Er soll einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung (Vergangenheit) und die Gesamtlage des Unternehmens geben (zukunftsorientiert). Außerdem wird seine Informationsfunktion bekräftigt durch die Ergänzung von Bilanz, GuV und Anhang um in diesem nicht erhaltene, besonders zukunftsorientierte Informationen. Gesetzliche Grundlangen sind §§ 289 bzw. 315 HGB, konkretisiert durch die DRS und WpHG.
= Definition Börsenkapitalisierung: Börsenkapitalisierung (Marktkapitalisierung) beschreibt den Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Die Börsenkapitalisierung berechnet sich aus der Anzahl der Aktien eines Unternehmens multipliziert mit dem aktuellen Aktienkurs. Eine hohe Marktkapitalisierung ist Ziel bzw. Ergebnis einer wertorientierten Unternehmensführung.
Der Mid Cap DAX (MDAX) ist ein am 19. Januar 1996 eingeführter deutscher Aktienindex. Er umfasst 50 Werte aus klassischen, nicht technologielastigen Branchen, die in puncto Marktkapitalisierung und Börsenumsatz den Werten des DAX nachfolgen. Der MDAX spiegelt damit die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen (Mid Caps) wider.
Der Mid Cap DAX (MDAX) ist ein am 19. Januar 1996 eingeführter deutscher Aktienindex. Er umfasst 50 Werte aus klassischen, nicht technologielastigen Branchen, die in puncto Marktkapitalisierung und Börsenumsatz den Werten des DAX nachfolgen. Der MDAX spiegelt damit die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen (Mid Caps) wider.
Der Nennwert einer Aktie ist der auf dem Wertpapier aufgedruckte Betrag (in Geldeinheiten). Handelt es sich um Aktien, ist der Nennwert ein Teilbetrag des Grundkapitals der Aktiengesellschaft (AG).
Die Neuemission ist eine erstmalige Platzierung eines Wertpapiers am Kapitalmarkt. Die Neuemission erfolgt meist durch den Zusammenschluss mehrerer Banken zu einem Emissionskonsortium. Die Erlöse aus der Emission fließen im Allgemeinen dem Unternehmen für weitere Investitionen oder den bisherigen Gesellschaftern zu.
Der Neue Markt ist ein Börsensegment für junge und wachstumsstarke Unternehmen aus dem In- und Ausland. Mit dem NEMAX All Share wird die Wertentwicklung aller Neuer-Markt-Werte erfasst. Zur besseren Übersicht schuf die Deutsche Börse im Juli 1999 den NEMAX 50. Er enthält die 50 liquidesten Titel. Analog zum MDAX findet alle sechs Monate eine Indexprüfung statt.
Unter einer Option versteht man ein geltend zu machendes Recht, ein bestimmtes, vertragsgemäß vereinbartes Angebot (innerhalb einer bestimmten Frist) anzunehmen oder abzulehnen.
Als Performance bezeichnet man die Wertentwicklung eines Wertpapiers, Investments oder Portfolios innerhalb eines bestimmten Zeitraums und bezogen auf ein bestimmtes Risikomaß. Die Performance gibt dabei den Anlageerfolg wieder und wird in Prozent angegeben. Oft wird die Performance auch im Vergleich zum Gesamtmarkt oder zu der jeweiligen Branche dargestellt.
Als Platzierung wird der Verkauf von Wertpapieren in der Öffentlichkeit (an der Börse) bezeichnet. Je mehr Käufer eine Emission erwerben, desto besser verläuft die Platzierung. Eine breite Streuung der Wertpapiere soll die Gefahr eines Kurssturzes durch plötzliche Massenverkäufe an der Börse verringern.
= Definition Börsenprospekt: Der Börsenprospekt wird von dem Unternehmen vor der Zulassung an einer Börse zum Amtlichen Handel veröffentlicht. In ihm wird die Öffentlichkeit über die Geschäftsfelder, die Unternehmensentwicklung, die Vorstände und die Mitglieder des Aufsichtsrats informiert. Zudem muss es die letzte Bilanz der Aktiengesellschaft darstellen. Der Prospekt beinhaltet zusätzlich die Veröffentlichung einer Emission in Börsenpflichtblättern und ggf. überregionalen Zeitungen.
Einer Publizitätspflicht unterliegen Aktien- und Fondsgesellschaften, wenn sie an einer Börse zum Handel zugelassen werden wollen. Sie verpflichtet die AGs/KAGs zur Veröffentlichung von regelmäßigen und detaillierten Angaben zur Geschäftsentwicklung und soll dazu dienen, einen einheitlichen Mindestinformationsgrad der Aktionäre zu ermöglichen. Kommt eine AG/KAG ihrer Publikationspflicht nicht nach, kann sie vom Handel ausgesetzt werden.
In den USA üblicher, in Deutschland i. d. R. freiwilliger Bericht über die Umsatz- und Ertragsentwicklung eines Unternehmens über das jeweils abgeschlossene Quartal.
Der Begriff Rating bezeichnet allgemein ein Verfahren zur Beurteilung von Unternehmen/Kreditnehmern. Anhand eines Ratings kann die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners beurteilt werden.
Unter Rendite wird die Verzinsung eines Wertpapiers in voller Höhe des Kurswerts verstanden.
= englischer Begriff für Gesamtkapitalrentabilität: Bei der Gesamtkapitalrentabilität werden Fremdkapitalkosten und Gewinn in Beziehung zum gesamten Kapital gesetzt. Es gibt Aufschluss darüber, wie sich das gesamte eingesetzte Kapital, bestehend aus Eigen- und Fremdkapital, durch die Geschäftstätigkeit des Unternehmens verzinst.
= Kapitalrentabilität, Kapitalertragskraft, Kapitalsertragszahl
Die Rentabilität gibt den Gewinn pro Einheit investiertes Kapital wieder. Sie dient zur Beurteilung der erwirtschafteten Kapitalverzinsung in einer Periode und ist damit ein wichtiges Kriterium zur Erfolgsmessung und -analyse.
Bei der Roadshow handelt es sich generell um eine Unternehmenspräsentation durch den Vorstand. Vor dem Börsengang werden verschiedene Metropolen besucht und das Unternehmen vor der Financial Community vorgestellt.
= Abkürzung für Return on Capital employed = englischer Begriff für Gesamtkapitalrentabilität: Bei der Gesamtkapitalrentabilität werden Fremdkapitalkosten und Gewinn in Beziehung zum gesamten Kapital gesetzt. Es gibt Aufschluss darüber, wie sich das gesamte eingesetzte Kapital, bestehend aus Eigen- und Fremdkapital, durch die Geschäftstätigkeit des Unternehmens verzinst.
= Abkürzung für Return on Investment = Kapitalrentabilität, Kapitalertragskraft, Kapitalsertragszahl: Die Rentabilität gibt den Gewinn pro Einheit investiertes Kapital wieder. Sie dient zur Beurteilung der erwirtschafteten Kapitalverzinsung in einer Periode und ist damit ein wichtiges Kriterium zur Erfolgsmessung und -analyse.
Satzungen sind Rechtsnormen, die von unterstaatlichen Verwaltungsträgern zur Regelung ihrer eigenen Verwaltungsangelegenheiten mit Wirksamkeit für die ihnen angehörenden und unterworfenen Personen erlassen werden.
Als Schlusskurs wird der letzte Kurs bezeichnet, der am Ende eines Börsentages im variablen Handel für ein Wertpapier festgestellt wird.
Der SDAX (Small-Cap-Index) bezeichnet einen Index der Deutschen Börse bestehend aus den gemessen an der Marktkapitalisierung und dem Börsenumsatz 100 bedeutendsten deutschen Unternehmen nach den Unternehmen aus dem DAX und dem MDAX.
Basierend auf dem Shareholder-Value-Prinzip ist es ein Managementkonzept, das den Erfolg der Aktionäre in den Mittelpunkt der Geschäftspolitik stellt. Aktionärsfreundliche Informationspolitik, langfristig überdurchschnittliche Eigenkapitalrenditen und eine zielgerichtete, auf die Kernkompetenzen ausgerichtete Unternehmensstrategie bilden die Basis.
Standard & Poor’s ist eine der führenden Ratingagenturen für die Beurteilung von Unternehmen. Sie beurteilen die Emittenten danach, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie ihren Zins- und Tilgungsleistungen nachkommen können und teilen sie anhand dieses Kriteriums in Bonitätsklassen ein.
Stückaktien repräsentieren keinen festen Betrag vom Grundkapital eines Unternehmens, sondern einen prozentualen Anteil. Die Quote wird nicht auf der Aktie vermerkt, da sie sich bei jeder Kapitalerhöhung bzw. -herabsetzung ändert.
Jeder Aktionär hat auf der Hauptversammlung sein gesetzlich verankertes Stimmrecht. Die Anzahl der Stimmen, die ein Aktionär auf sich vereint, richtet sich nach dem Nennwert seines Aktienbesitzes. Der Aktionär kann sein Stimmrecht auch von einem Dritten, etwa seinem Kreditinstitut oder einer Aktionärsvereinigung, ausüben lassen.
= Englische Bezeichnung für Aktienoptionen/Optionsschein.
Hierbei wird dem Aktionär das Recht eingeräumt, eine bestimmte Menge einer Aktie zu einem vereinbarten Preis (Basispreis) innerhalb eines festgelegten Zeitraums oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erwerben (Kaufoption/Call) bzw. zu veräußern (Verkaufsoption/Put).
Unter dem Streubesitz (freefloat) versteht man jene Aktien eines Unternehmens, die am Markt gehandelt werden und nicht im Besitz institutioneller Anleger sind.
Als Termingeschäfte bezeichnet man Käufe und Verkäufe von Wertpapieren, bei denen nicht sofort, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt geliefert und bezahlt wird. Alle Einzelheiten einschließlich des Preises werden schon bei Vertragsabschluss verbindlich festgelegt.
Terminkurs definiert den bei Geschäftsabschluss vereinbarten Kurs für ein Termingeschäft. Der Kursbestimmung wird der Gedanke des Zinsausgleichs der beteiligten Währungen zu Grunde gelegt.
= United States Generally Accepted Accounting Principles
Darunter werden die in den USA gültigen Rechnungslegungsvorschriften für Bilanzen und Jahresabschlüsse verstanden.
= Risikokapital/Beteiligungskapital
Venture Capital definiert das von den entsprechenden Gesellschaften zur Verfügung gestellt Eigenkapital. Sie beteiligen sich damit häufig an für sie viel versprechenden, jungen Unternehmen und werden somit Miteigentümer auf Zeit.
Die Volatilität definiert das Maß der durchschnittlichen Schwankungen von Wertpapier- und Devisenkursen (Wertpapier, Devisen) sowie Zinssätzen (Zins) in der Vergangenheit. Die Berechnung der verschiedenen Volatilitätskoeffizienten erfolgt beispielsweise auf der Basis von Standardabweichungen.
Vorzugsaktien beinhalten grundsätzlich kein Stimmrecht, gewähren jedoch dem Inhaber Vorzüge, die sich zum Beispiel durch Dividendenanspruch ausdrücken können.
Die Wertpapiernummer (WKN) ist eine sechsstellige Zahl zur eindeutigen Identifikation eines Wertpapiers und zur Erleichterung des Wertpapierhandels. Für die verschiedenen Wertpapierarten stehen bestimmte Nummernbereiche zur Verfügung, z. B. 100 000–199 999 für Schuldverschreibungen von Bund, Ländern und Gemeinden, 500 000–789 999 für Industrieaktien.
= Abkürzung für Wertpapierkennnummer: Die Wertpapiernummer (WKN) ist eine sechsstellige Zahl zur eindeutigen Identifikation eines Wertpapiers und zur Erleichterung des Wertpapierhandels. Für die verschiedenen Wertpapierarten stehen bestimmte Nummernbereiche zur Verfügung, z. B. 100 000–199 999 für Schuldverschreibungen von Bund, Ländern und Gemeinden, 500 000–789 999 für Industrieaktien.
XETRA (Exchange Electronic Trading System) ist ein elektronisches System zum außerbörslichen Handel umsatzstarker Wertpapiere. Es löste Ende 1997 das IBIS-Handelssystem ab und der Handel findet, im Gegensatz zum Parkett, in einem zentralen, offenen Orderbuch statt.
Mit Zeichnung beschreibt man die Teilnahme am Kauf von Wertpapieren bei Neuemissionen vor dem ersten Handelstag zum Bezugskurs. Gebräuchlich ist der Begriff auch bei Geschlossenen Beteiligungen oder Alternativen Investments, die nicht börsengehandelt werden, sondern über eine Beitritterklärung vom Anleger per "Zeichnung" erworben werden können.
Ein Übernahmekonsortium ist in der Regel ein Emissionskonsortium. Das Konsortium übernimmt in diesem Fall, gegen eine entsprechende Vergütung, die Emission fest. Daran anschließend wird die Emission dann am Markt untergebracht. Mögliche Restbestände werden in den Eigenbestand des Konsortiums übernommen und später am Markt platziert.
Der Begriff Überzeichnung wird dann verwendet, wenn bei einer Neuemission die Zahl der gezeichneten Aktien die Zahl der tatsächlich angebotenen übersteigt. Die Zuteilung der Aktien erfolgt dann in der Regel über das Losverfahren.




